Neutrale Schweiz, neue Weltordnung
Der aussenpolitische Kurswechsel der USA, die Spannungen mit China, die Kriege in der Ukraine und in Nahost haben die Debatte über die Schweizer Neutralität neu entfacht, die «Neutralitäts-Initiative» kommt vors Stimmvolk. Bei der Debatte geht es um die Übernahme von Sanktionen, um die Wiederausfuhr von Waffen oder das Verbot von Terrororganisationen. Dabei fällt auf, dass kaum jemand in der Schweiz die Neutralität grundsätzlich in Frage stellt – dass aber fast jeder etwas anderes darunter versteht. Und dass die Neutralität international stärker in der Kritik steht als noch vor einigen Jahren. Es lohnt sich also ein Blick auf die Geschichte der Schweizer Neutralität, auf ihre rechtlichen und politischen Grundlagen, auf das aktuelle geopolitische Umfeld – und auf die konkreten Chancen, Risiken und Nebenwirkungen.
Sebastian Ramspeck, geboren 1974, wuchs in der Stadt Zürich auf. Er studierte internationale Beziehungen in Genf, Europarecht in Zürich und ist Absolvent der Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg. Ramspeck begann seine berufliche Laufbahn in der Bundesverwaltung, unter anderem beim Staatssekretariat für Wirtschaft und bei einer Stabsstelle des Sicherheitsausschusses des Bundesrats. Als Journalist arbeitete er für verschiedene Medienhäuser im In- und Ausland, etwa als Wirtschaftskorrespondent für den «Spiegel» in Düsseldorf und als Leiter des Hintergrund-Ressorts für die «Sonntagszeitung» in Zürich. Von 2014 bis 2020 war Ramspeck EU- und Nato-Korrespondent des Schweizer Fernsehens SRF in Brüssel. Seither arbeitet er für SRF in Zürich als internationaler Korrespondent, zuständig unter anderem für die Uno, die Nato und die G7, und als Moderator des Auslandmagazins «#SRFglobal».