Bern und seine Figurenbrunnen

Bern hat einen besonderen Schatz der Renaissance: seine mit Figuren bekrönten Stockbrunnen, die zunehmend zur Touristenattraktion geworden sind. Die Brunnen sind der erste grosse städtische Bildauftrag nach der Reformation und gehören zur Neugestaltung des gesamten Brunnensystems der Stadt. Etwa 1540-47 entstanden, werden 10 von 11 Figuren-Brunnen von der Forschung dem Freiburger Bildhauer Hans Gieng und seiner Werkstatt zugeschrieben. Von jeher sind Bilder, seien sie nun als Skulpturen oder Malerei ausgebildet, eindrückliche Träger von Botschaften. Hatte die Berner Obrigkeit noch im letzten Drittel des 15. Jh. das Figurenportal des Berner Münsters finanziert, so fand sich nun nach dem kirchlich bedingten Bilderverbot eine Möglichkeit im öffentlich-paganen Bereich, die Bürger mit künstlerisch gestalteter Belehrung anzusprechen: Dies an vielbesuchten Orten, wie es nun einmal Brunnen sind. Die die Brunnenstöcke krönenden Figuren folgen einem klug durchdachten Programm, das Berns Selbstverständnis als wehrhafte und von Tugenden geleitete Stadt eindrücklich aufzeigt. Hierbei ist auch der Standort einzelner Figuren im urbanistischen Kontext aussagekräftig. Für ein intensives Betrachten der Figuren und einem gutem Verständnis der künstlerischen und historischen Zusammenhänge kombiniert der Brunnen-Kurs zwei Power-Point-Vorträge mit zwei Stadtführungen zu den Brunnen. Ein Blick auf verwandte Brunnen in Freiburg i.Ü. und Solothurn soll zusätzlich unsere Kenntnis erweitern.

Début du cours
Me 03.06.2026 18:15
4 x
Formateur/trice
Margot Hleunig Heilmann
Nombre de places
12 - 20
Prix
Standard 160.00
Lieu

Unitobler
Lerchenweg 36
3012 Bern

Exkursion